Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Bachelor- und Masterarbeiten

BSc-Arbeiten - Angebote

Führt die Stabilisierung von Stickstoff durch Bodenminerale in Reisböden zu geringeren Lachgas-Emissionen?

Zum Anbau von Reis werden die entsprechenden Böden wasserüberstaut, was zum periodischen Auftreten reduzierender Bedingungen führt. Daher sind Reisböden bedeutende Emittenten der Treibhausgase CO2, CH4 und N2O.  Die einjährige Inkubation eines Andosols und eines Alisols zur Simulation von Reisbodenentwicklung ergab, dass die erhöhte Stabilisierung organischen Kohlenstoffs durch Bodenminerale im Andosol im Vergleich zum Alisol zu geringeren Emissionen von CO2 und CH4 führte. Ob dieses analog für die Emissionen des umweltrelevanten Treibhausgases N2O gilt, soll im Rahmen einer Bachelorarbeit geklärt werden. Ziel der Arbeit ist die Auswertung bestehender Stickstoffdaten aus einem Langzeit-Inkubationsexperiment zur Beantwortung der Frage, ob die stabilisierende Wirkung der Bodenminerale für organischen und anorganischen Stickstoff ebenso gilt und dies die N2O-Freisetzung unter reduktiven Bedingungen kontrolliert.

Interessiert? Fragen? E-Mail an: oder

Analyse von Silizium in Reisböden

Reis stellt für einen Großteil der Menschen die Hauptnahrungsgrundlage dar. Der in den letzten Jahrzehnten gestiegene Reisbedarf konnte durch eine Intensivierung des Reisanbaus gedeckt werden, was aber oft zu erheblichen Umweltschäden geführt hat. Das seit 2011 laufende interdisziplinäre LEGATO-Projekt (www.legato-project.net) hat eine Verbesserung der Nachhaltigkeit beim Reisanbau zum Ziel. Ein wichtiger Aspekt hierbei ist ein nachhaltiges Management des Silizium (Si)- Kreislaufs. Si erhöht die Resistenz der Reispflanze gegen Krankheitserreger, steigert die Effizienz von NPK-Düngern und kann die Aufnahme von toxischen Metallen verringern. Viele Aspekte des Si-Kreislaufs beim Reisanbau sind noch kaum erforscht.Ziel der Arbeit ist eine Bewertung von Labormethoden zur Messung von Si in Bodenlösungen.

Interesse? Fragen? E-Mail an: thimo.klotzbuecher[at]landw.uni-halle.de

MSc-Arbeiten - Angebote

Einfluss des Düngungsmanagements auf das Treibhausgasemissionspotential landwirtschaftlich genutzter Böden

Der Umsatz organischer Substanz (OM) in landwirtschaftlich genutzten Böden stellt eine wichtige Emissionsquelle für Treibhausgase (CO2, N2O und CH4) dar. Hierfür sind sowohl die Qualität der OM als auch die Bodenstruktur (Aggregate) von entscheidender Bedeutung. Insbesondere für die N2O-Bildung durch Denitrifikation scheinen anoxische „Mikrohabitate“ im Inneren der Aggregate relevant. Das Dauerversuchsfeld Bad Lauchstädt bietet die seltene Gelegenheit, den Einfluss langfristiger Düngeranwendungen (ca. 100 Jahre) auf die Bodenstruktur und Zusammensetzung der OM und somit auf das Treibhausgas-Emissionspotential zu beurteilen. Im Rahmen einer Masterarbeit soll untersucht werden, wie sich unterschiedliches Düngungsmanagement (Applikation von N, P, NP, NPK und organischer Dünger) auf die Akkumulation bestimmter funktioneller OM-Fraktionen sowie auf die Aggregatstruktur und in Folge dessen auf die Treibhausgasemissionen auswirken. Mittels Dichte- und Aggregatfraktionierung soll innerhalb der verschiedenen Düngungsparzellen quantifiziert werden, in welchen Fraktionen die OM vorliegt und welchen Aggregationsstatus die Böden besitzen. Kontrollierte Inkubationsversuche (u.a. mit Hilfe stabiler 15N-Isotope für N2O) sollen klären, inwieweit das Düngungsmanagement über die Kontrolle der Humusqualität sowie des Aggregationsstatus die Treibhausgasemissionen aus landwirtschaftlich genutzten Böden steuert.

Interessiert? Fragen? E-Mail an: und

Einfluss von Reispflanzen auf die Biogeochemie von Nassreisböden

Gesucht wird ein/e Student/in zur Durchführung eines 6-wöchigen Inkubationsversuches unter anoxischen und oxischen Bedingungen zur Simulation der Bildung von Nassreisböden. Dieser soll zur Aufklärung der Biogeochemie von Nassreisböden beitragen. Während und nach der Inkubation werden Gas-, Lösungs- und Bodenproben gewonnen, die im Anschluss an das Experiment u.a. auf ihre Kohlenstoff- und Eisengehalte analysiert werden. Dabei geht es um CO2 und CH4 in der Gasphase, um gelöste organische Substanz in der Bodenlösung sowie um die verschiedenen Fraktionen organischer Substanz im Boden. Neben dem Kohlenstoffkreislauf spielt die Eisendynamik eine wichtige Rolle in Nassreisböden und daher werden die Gehalte von Fe2+ in den Bodenlösungen sowie verschieden kristalline Fe-Oxide im Boden analysiert. Die Ergebnisse sollen mit denen eines extern stattfindenden Gewächshaus-experimentes mit Reispflanzen verglichen werden, um Unterschiede festzustellen, die auf den Pflanzenwuchs zurückzuführen sind.

Interesse? Fragen? E-Mail an: pauline.geier[at]landw.uni-halle.de

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